Das Unterrichtsfach Gesellschaftslehre umfasst Bereiche aus den drei Fächern Erdkunde, Geschichte und Politik. Die Schülerinnen und SchülerGL1 lernen hier, die gesellschaftliche Wirklichkeit besser zu verstehen, um dann selbst am Leben unserer demokratisch verfassten Gesellschaft mitwirken zu können. Sie erarbeiten die historischen, räumlichen, politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen, Strukturen und Prozesse, die unserer Lebenswirklichkeit zugrunde liegen. Das versetzt sie in die Lage, sich in der Welt zu orientieren, Zusammenhänge und Konstellationen zu verstehen und zu beurteilen und dann sich zu eigenem Handeln zu entschließen.

Die Unterrichtsthemen werden fächerübergreifend behandelt und haben doch immer auch einen fachspezifischen Zugang. So zielt die Perspektive des Faches Erdkunde auf die naturgeographischen, ökologischen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse und auf die räumlich geprägte Wirklichkeit. Durch die Vermittlung des topografischen Aufbaus der Welt bis hin zur Erkundung der Lebensräume anderer Kulturen entsteht das notwendige Wissen über das Leben in einer international verflochtenen Welt. Der fachspezifische Blickwinkel des Faches Geschichte lässt die Schülerinnen und Schüler erkennen, wie die heutigen menschlichen Gesellschaften entstanden sind und IMG 2411welche Entwicklungen, die zum Teil schon lange vorher in der Geschichte begonnen haben, bis in unsere Tage hinein wirken. Mit Hilfe der Elemente des Faches Politik lernen die Schülerinnen und Schüler die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen unserer Welt kennen. Sie blicken auf das politische Handeln von einzelnen Menschen und Gruppen, lernen die dahinterliegenden Wertvorstellungen zu verstehen und zu beurteilen.

So werden sie im Fach Gesellschaftslehre darauf vorbereitet, ihre Bürgerrolle in der Demokratie aktiv wahrzunehmen, Verantwortung zu übernehmen und die Prozesse unserer demokratischen Gesellschaft mitgestalten zu können.

Wir bieten ein besonderes Zusatzprogramm an: den bilingualen Unterricht. Nach einem erweiterten Englischunterricht in Klasse 5 und 6 werden SchülerInnen darauf vorbereitet, ab Klasse 7 das Fach Gesellschaftslehre in englischer Sprache zu lernen.

Aktuelles aus der Fachschaft:

Amazonas1Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a haben sich im GL-Unterricht im Zuge des Themas „Klimazonen der Erde“ auch mit den aktuellen Bränden im Amazonasgebiet beschäftigt. Es wurde über die Entstehung der Brände, die unterschiedlichen Interessen der Beteiligten und über die Auswirkungen für die Amazonasregion, aber auch für die gesamte Welt gesprochen. Dabei wurde schnell klar: Auch uns gehen die Brände etwas an und wir sollten etwas tun! Hierzu fand die 7a in der Projektwoche Zeit.

„Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart. Wer sich der Unmenschlichkeit nicht erinnern will, der wird wieder anfällig für neue Ansteckungsgefahren.“

(Richard Weizsäcker, Rede vom 8. Mai 1985)

Auschwitz

Unter diesem Leitwort steht auch die zweite Gedenkstättenfahrt unserer Schule. Im nächsten Jahr werden Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 und der Oberstufe die Gedenkstätte in Auschwitz besuchen. Während der Fahrt finden u.a. Führungen durch die Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz und Birkenau statt. Außerdem erhalten die Schülerinnen und Schüler durch den Besuch der Altstadt von Krakau und dem jüdischen Friedhof einen Einblick in das religiöse und gesellschaftliche Leben der jüdischen Bewohner vor der ‚Ausrottung‘ durch die Nationalsozialisten.

20190409 191747Da gegenwärtig gesellschaftliche Ansätze, den Holocaust zu relativieren oder das Gedenken daran ad acta zu legen, immer wieder Grund zu Besorgnis geben, gilt auch etwa 75 Jahre nach den Ereignissen des Holocausts noch immer: Sich zu erinnern ist der beste Weg gegen das Vergessen.

Scherbengericht1Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6d in den vergangenen Wochen im Gesellschaftslehreunterricht von Frau Waltermann bereits intensiv mit dem antiken Griechenland auseinandergesetzt hatten, beschäftigten sie sich nun Ende September damit, wie Demokratie im antiken Griechenland und besonders im damaligen Stadtstaat Athen entstanden ist. Wesentliches Merkmal der athenischen Demokratie war das Scherbengericht, welches zum Schutz vor Tyrannen, die versuchten die Macht an sich zu reißen, durchgeführt wurde. Hierfür trafen sich die Athener Bürger in Volksversammlungen und stimmten mithilfe von Tonscherben (dienten als Stimmzettel) über die Verbannung der Beschuldigten ab.

GruppenbildAnne-Frank- und GesamtschülerInnen pflegen gemeinsam die Stolpersteine

Am Mittwoch trafen sich Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule und der Anne-Frank-Realschule mit Gernold Mudrack, dem Sprecher des Lenkungskreises "Ibbenbürener Stolpersteine" am Altenwohnhaus der Caritas, dort wo früher die Synagoge stand. In einem tollen Gespräch tauschten sich die Schülerinnen und Schüler aus.

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