Dienstag, 18 September 2018

GESAMTSCHULE IBBENBÜREN

- Bläserklasse -

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- Schulbücherei -

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Besuch von Lea und Sascha

Schule ohne Rassismus svgAussteiger aus der rechtsextremen Szene

„Aussteiger“ sein: was es heißt Aussteiger zu sein, erklärten uns am Dienstag Lea (27) und Sascha (45). Nach der Frühstückspause versammelten wir Schüler aus dem zehnten Jahrgang uns in der Mensa und hörten uns die Geschichte der beiden an.

Zu Beginn des Gesprächs waren viele Schüler verunsichert und wir trauten uns nicht alle Fragen zu stellen. Doch Lea und Sascha sagten uns, dass es wichtig sei ALLE Fragen zu beantworten, so dass wir nicht mehr so schüchtern waren. Wir waren alle gefesselt und hörten aufmerksam zu während Lea und Sascha von ihren ersten Begegnungen mit der rechten Szene bis zu ihrem Ausstieg erzählten.

Besonders überraschend war, dass Sascha mit 12 Jahren das erste Mal mit Nazis in Kontakt kam, weil sie ihm halfen nicht mehr gemobbt zu werden. Er fand „Freunde“ in der Gruppe. Wirklich interessant waren auch die Unterschiede zwischen Leas und Saschas Erfahrungen, denn durch den Altersunterschied haben beide die rechte Szene komplett anders erlebt. Sascha war als Nazi sofort an seinen Springerstiefeln, seiner Bomberjacke und seinen abrasierten Haaren zu erkennen, während Lea sich eher modern mit schwarzer Jeans, dunklem Pullover und Chucks kleidete. Im Großen und Ganzen erzählten sie viele interessante Dinge, die das ein oder andere Mal zum Nachdenken verleiteten. Ein ganz extremer Gänsehautmoment war als Sascha von seinem Ausstieg erzählte. Der Grund für seinen Ausstieg war ein Gefängnisaufenthalt. Er saß, da er, gemeinsam mit einem zweiten Täter, einen Obdachlosen schwer verletzt hatte. Später starb dieser sogar an den Folgen. Als Sascha im Gefängnis saß, beschloss er komplett aus der Szene auszusteigen und verabschiedete sich mit einem Brief von seinen „Freunden“. Nach seinem Ausstieg bekam er Drohbriefe, wurde als Volksverräter bezeichnet und es wurde sogar einmal auf ihn geschossen. Saschas Ausstieg ist mittlerweile 25 Jahre her und er musste bereits einige Male seinen Wohnort wechseln, weil Menschen aus der Szene ihn immer noch verfolgen.

Es war ein sehr interessanter und eindrucksvoller Besuch, welcher vieles zum Thema rechte Szene und Nazis verständlicher gemacht hat.

Von Carlotta W. und Lisa A., 10c

 

Schülerstimmen:

Das Gespräch mit den Aussteigern war sehr interessant und mutig. Ich habe so viel in Erinnerung behalten und fand es gut dabei zu sein. Ich wünsche den beiden viel Glück in der Zukunft und hoffe, dass es ihnen weiterhin gut gehen wird.

 

Ich war positiv überrascht, wie offen über die Brutalität in der rechten Szene gesprochen wurde. Für mich war es eine große Erfahrung. Viele Bürger wissen viel zu wenig darüber.

 

Mich berühren die Geschichten von Sascha und Lea sehr. Ich habe viel gelernt.

 

Ich habe richtig Respekt davor, dass sie ihre Geschichten erzählt haben.

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