"Die internationale Förderklasse – wir lernen täglich dazu!"

PB211349Die internationale Förderklasse an der Gesamtschule Ibbenbüren ist nun seit dem 24.09.2016 vollständig. Die vier Schülerinnen (aus Russland, Ukraine) und elf Schüler (aus Polen, Kroatien, Rumänien, Syrien, Afghanistan, Irak) werden gemäß ihres Alters und ihrer Leistung ihren jeweiligen Stammklassen zugeordnet. Sie besuchen zweitweise sowohl den Unterricht der internationalen Förderklasse "Deutsch als Zweitsprache" als auch den Unterricht der Stammklasse. Der Stundenplan und die Arbeitsaufträge werden in dieser Phase auf jeden Schüler individuell abgestimmt. Der Schwerpunkt der gesamten Unterrichtsarbeit liegt auf dem Erlernen der deutschen Sprache in Wort und Schrift.

Das differenzierte Arbeiten mit kleinen Gruppen ist möglich, da sich viele ehrenamtliche Helfer bereit erklärt haben die Schülerinnen und Schüler zu unterstützen. Zum Beispiel erhält eine Schülerin, die kaum ein Wort auf Deutsch sprechen kann, drei Mal in der Woche, eine individuelle Förderung in der Wortschatzarbeit.

Das Interesse der Lernenden, bei denen es sich übrigens nicht ausschließlich um Flüchtlinge handelt, ist sehr groß. Dies verdanken wir auch zum größten Teil dem "NIMAs Verein zur Ausbildungsförderung". Dieser spendete unseren Lernenden unter anderem Schulrucksäcke, Sporttaschen, Hefte und Stifte, Ordner, Etuis und und und... Dadurch fällt eine große Lernbarriere weg!

Auch der Zusammenhalt und die Bereitschaft, sich gegenseitig zu helfen sind enorm. Ethnische Konflikte gab es bisher nicht. Auch keine Differenzen zwischen Jungs und Mädchen. Im Gegenteil, jeden Tag festigt sich das Gruppengefüge in der internationalen Förderklasse und in ihrer Stammklasse.

Alle wurden sehr herzlich aufgenommen. Mehrere Klassen beteiligten sich an die Schaffung einer Willkommenskultur, indem sie im und außerhalb des Schulgebäudes, die Gegenstände und Orte mit Begriffen beklebten (z.B. das Aquarium, das Sekretariat, der Jahrgang 5.). Andere Klassen malten Namensschilder, Leinwände und Plakate für die neuen Schüler.

Die ersten Erfolge sind jetzt schon sichtbar. Einige Schüler besuchen im Fach Mathematik den E-Kurs, andere Schüler tragen wie selbstverständlich Referate vor und alle Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstständig und mit Unterstützung an ihren Segelaufgaben.

Kaum zu glauben, dass die Lernenden erst seit kurzem in Deutschland leben.

(Katharina Rymer – Klassenlehrerin der internationalen Förderklasse)